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Kernen im Remstal / Stuttgart. Am 04. März 2010 stellte
Herr Schrader, Geschäftsführer des Instituts für
Kooperative Planung und Sportentwicklung (ikps), dem Gemeinderat
die zentralen Ergebnisse der kommunalen Sportentwicklungsplanung
für Kernen im Remstal vor. Mit 23 Ja-Stimmen und einer
Enthaltung wurde der kooperativ erarbeitete Sportentwicklungsplan
begrüßt.
Unter der Moderation des ikps sowie des Württembergischen
Landessportbundes (WLSB) hatte sich eine lokale Planungs-
und Expertengruppe von September 2009 bis Februar 2010 mit
den Fragen einer nachhaltigen Sportentwicklungsplanung beschäftigt.
Diese Planungsgruppe setzte sich aus über 25 Vertreterinnen
und Vertretern der Kommunalpolitik, der Gemeindeverwaltung,
des organisierten Sports und weiterer Institutionen zusammen.
Ihre Aufgabe bestand u.a. darin, den derzeitigen Sportanlagenbestand
zu bewerten sowie praxisorientierte Maßnahmen zu erarbeiten,
mit denen die Sportinfrastruktur künftig effektiver ausgelastet
werden kann. Darüber hinaus wurden mittel- bis langfristige
Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung der Sportanlagen
vorgeschlagen wie z.B. die Schaffung einer zentralen Sportstätte
am Standort des Hallenbades. Diese zentrale Anlage könnte
nach Meinung der Planungsgruppenmitglieder eine ortsteilverbindende
und damit identitätsstiftende Funktion haben. Neben den
Fragen nach einer zeitgemäßen und nachfrageorientierten
Sportinfrastruktur beleuchteten die Mitglieder des Planungsgremiums
auch die Angebots- und Organisationsstrukturen im Sport. Im
Fokus stand hierbei beispielsweise die Forcierung von Sport
und Bewegung im (Vor-) Schulalter oder eine Verbesserung der
Kooperation der Sportvereine.
Im Rahmen der Sportentwicklungsplanung wird nun zusätzlich
eine gemeinsame Informations- und Besichtigungsfahrt durchgeführt,
in deren Rahmen auch eine Zukunftswerkstatt zur Vereinsentwicklung
integriert ist. Hauptziel dieser Maßnahme ist es, den
ermittelten Bedarf nach gedeckten Sportflächen für
den Vereinssport detailliert unter die Lupe zu nehmen. Hierbei
sollen sowohl Aspekte der Wirtschaftlichkeit multifunktional
nutzbarer Turn- und Sporthallen als auch qualitative Ausstattungsmerkmale
moderner Hallen und Räume für Sport und Bewegung
sowie weitere Faktoren (z.B. der demographische Wandel) berücksichtigt
werden. Im Verlauf des Umsetzungsprozesses der Sportentwicklungsplanung
könnte nach der Sommerpause 2010 ggf. eine Objektplanung
bzw. Sportstättenplanung der zentralen Sportanlage unter
Mitwirkung der beteiligten Interessensvertreter erfolgen.
Zumindest wird seitens der Moderatoren des ikps und des WLSB
empfohlen, bei der konzeptionellen Neugestaltung der zentralen
Sportstätte die wesentlichen Entscheidungsträger
und die Vertreter der lokalen Sportvereine wieder von Anfang
an in die Planungsarbeit einzubeziehen, um Planungsfehler
zu minimieren und eine hohe Zustimmung zu erzielen.
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