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Meldung vom 11. März 2010
Sportentwicklungsplan schlägt zentrale Sportstätte für Kernen vor
 

Kernen im Remstal / Stuttgart. Am 04. März 2010 stellte Herr Schrader, Geschäftsführer des Instituts für Kooperative Planung und Sportentwicklung (ikps), dem Gemeinderat die zentralen Ergebnisse der kommunalen Sportentwicklungsplanung für Kernen im Remstal vor. Mit 23 Ja-Stimmen und einer Enthaltung wurde der kooperativ erarbeitete Sportentwicklungsplan begrüßt.

Unter der Moderation des ikps sowie des Württembergischen Landessportbundes (WLSB) hatte sich eine lokale Planungs- und Expertengruppe von September 2009 bis Februar 2010 mit den Fragen einer nachhaltigen Sportentwicklungsplanung beschäftigt. Diese Planungsgruppe setzte sich aus über 25 Vertreterinnen und Vertretern der Kommunalpolitik, der Gemeindeverwaltung, des organisierten Sports und weiterer Institutionen zusammen. Ihre Aufgabe bestand u.a. darin, den derzeitigen Sportanlagenbestand zu bewerten sowie praxisorientierte Maßnahmen zu erarbeiten, mit denen die Sportinfrastruktur künftig effektiver ausgelastet werden kann. Darüber hinaus wurden mittel- bis langfristige Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung der Sportanlagen vorgeschlagen wie z.B. die Schaffung einer zentralen Sportstätte am Standort des Hallenbades. Diese zentrale Anlage könnte nach Meinung der Planungsgruppenmitglieder eine ortsteilverbindende und damit identitätsstiftende Funktion haben. Neben den Fragen nach einer zeitgemäßen und nachfrageorientierten Sportinfrastruktur beleuchteten die Mitglieder des Planungsgremiums auch die Angebots- und Organisationsstrukturen im Sport. Im Fokus stand hierbei beispielsweise die Forcierung von Sport und Bewegung im (Vor-) Schulalter oder eine Verbesserung der Kooperation der Sportvereine.

Im Rahmen der Sportentwicklungsplanung wird nun zusätzlich eine gemeinsame Informations- und Besichtigungsfahrt durchgeführt, in deren Rahmen auch eine Zukunftswerkstatt zur Vereinsentwicklung integriert ist. Hauptziel dieser Maßnahme ist es, den ermittelten Bedarf nach gedeckten Sportflächen für den Vereinssport detailliert unter die Lupe zu nehmen. Hierbei sollen sowohl Aspekte der Wirtschaftlichkeit multifunktional nutzbarer Turn- und Sporthallen als auch qualitative Ausstattungsmerkmale moderner Hallen und Räume für Sport und Bewegung sowie weitere Faktoren (z.B. der demographische Wandel) berücksichtigt werden. Im Verlauf des Umsetzungsprozesses der Sportentwicklungsplanung könnte nach der Sommerpause 2010 ggf. eine Objektplanung bzw. Sportstättenplanung der zentralen Sportanlage unter Mitwirkung der beteiligten Interessensvertreter erfolgen. Zumindest wird seitens der Moderatoren des ikps und des WLSB empfohlen, bei der konzeptionellen Neugestaltung der zentralen Sportstätte die wesentlichen Entscheidungsträger und die Vertreter der lokalen Sportvereine wieder von Anfang an in die Planungsarbeit einzubeziehen, um Planungsfehler zu minimieren und eine hohe Zustimmung zu erzielen.



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