Pressestimmen: Großer Mangel an kleinen Feldern

Pattonville In Pattonville fehlt es an Sportplätzen. Das haben Sportwissenschaftler errechnet.

Von Werner Waldner

Ganz neu ist das Gutachten nicht mehr, das Kornwestheims Oberbürgermeisterin Ursula Keck dieser Tage dem Gemeinderat vorgelegt hat. Bereits im August hat das Institut für kooperative Planung und Sportentwicklung (IKPS) seine Untersuchungen zur Sportplatzsituation in Pattonville abgeschlossen. Das Ergebnis (wir berichteten) überraschte nicht: In Pattonville mangelt es an Sportplätzen - derzeit schon und wegen der wachsenden Bevölkerungszahl in Pattonville in Zukunft erst recht.

Um das herauszufinden, stellte Dr. Stefan Eckl vom IKPS den Bedarf des SV Pattonville den vorhandenen Sportplätzen gegenüber. Es müsse "insgesamt von einer schlechten Versorgungslage mit Sportaußenanlagen ausgegangen werden", heißt es in der Bilanz. Besonders würden Kleinspielfelder fehlen, auf denen die jüngeren Fußballer trainieren. Im Sommer benötige der SV Pattonville in der Zeit von 17 bis 20 Uhr, wenn die meisten Jugendmannschaft ihre Übungszeiten haben, für 14 Wochenstunden zusätzlich Kleinspielfelder.

Was ist zu tun? Das IKPS hat drei Möglichkeiten durchgerechnet. Ein Großspielfeld mit Naturrasen und einer Flutlichtanlage würde weiterhelfen. Für die Zukunft wäre die Kapazitätserweiterung aber lediglich "knapp ausreichend", heißt es in dem Gutachten. Ein Kleinspielfeld würde nur dann helfen, wenn der SV Pattonville den Übungsbetrieb für die Jugendlichen teilweise in die Abendstunden nach 20 Uhr verlegen würde. Optimal wäre der Bau eines Großspielfeldes mit Naturrasen und eines Kleinspielfeldes mit Kunstrasen - beide versehen mit einer Beleuchtungsanlage. Eckl: "In diesem Szenario können alle aktuellen und perspektivischen Kapazitätsengpässe abgebaut werden." Groß- und Kleinspielfeld würden sogar die Möglichkeit eröffnen, zusätzliche Mädchen-Fußballteams einzurichten und bestehende Mannschaften länger trainieren zu lassen.

Bleibt die Frage, wo Sportflächen angelegt werden. Der Remsecker Gemeinderat hat sich bereits dagegen ausgesprochen, das im Bereich der Realschule zu tun. Das würde zu einer problematischen Mischnutzung zwischen Schule und Sport führen, sagte Remsecks Oberbürgermeister Karl-Heinz Schlumberger, derzeit auch Vorsitzender des Zweckverbandes Pattonville, vor einigen Wochen gegenüber unserer Zeitung. Alternative wäre ein neuer Sportplatz am bereits vorhandenen Kunstrasenplatz. Dafür liegt bereits ein Lärmgutachten vor, das nun aber aktualisiert werden soll. Die Studie hat dem Standort hinter der Erich-Bracher-Schule eine Eignung für den Spielbetrieb abgesprochen, Training ist laut dem Gutachten dort aber möglich.

Quelle:

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.grosser-mangel-an-kleinen-feldern.c46bba56-1e78-4bbc-9744-8d9133dcb2e0.html vom 03.11.2011