Enge Partnerschaft von Sport und Kommunen

Am 08. April 2011 trafen sich Bürgermeister und Mitarbeiter von Sportämter sowie Vertreter des organisierten Sports auf Einladung von Badischem Sportbund Nord (BSB), Württembergischem Landessportbund (WLSB) und dem Institut für kooperative Planung und Sportentwicklung (ikps) bei einer Informationsveranstaltung zur Sportentwicklungsplanung im Bürgerhaus Niefern. Rund 50 Teilnehmer verfolgten die Eingangsimpulse und die beiden nachfolgenden Workshops zu „bedarfsgerechten Sport- und Bewegungsräumen“ sowie „zukunftsorientierten Angeboten und Organisationsformen“.

Jürgen Kurz, Vizepräsident des Gemeindetages Baden-Württemberg, eröffnete die Zusammenkunft, auch in seiner Funktion als Bürgermeister (Niefern-Öschelbronn) und Hausherr. Er machte deutlich, dass kommunale Steuerung in Sportentwicklungsfragen immens wichtig ist; nicht zuletzt weil zunehmend die Frage in den Vordergrund drängt, wie viele und welche Sportstätten mit Blick auf die demographische Entwicklung aktuell und zukünftig benötigt werden und auch finanzierbar sind. Zur Beantwortung der Frage kann das Verfahren der kooperativen Planung einen wertvollen Beitrag leisten, so Kurz.

Heinz Janalik, Präsident des Badischen Sportbundes Nord machte eindrucksvoll deutlich, vor welch großen Herausforderungen sowohl Sportvereine als auch Kommunen stehen und forderte einen „kollektiven Akt schöpferischen Gestaltens“. Janalik sieht auch für die Zukunft eine enge Partnerschaft zwischen Kommunen und Sport und verwendete das Bild einer Ehe, die auf Dauer gestellt ist. In Krisen bedarf es nicht der Trennung, sondern einer „Paarberatung“ unter Integration naher Verwandter (z.B. Schulen).

Eine Möglichkeit, auf die gesellschaftlichen Herausforderungen zu reagieren, zeigte Jürgen Hanke, Leiter des Geschäftsbereiches Sportstätten, Bewegungsräume und Kommunalberatung im WLSB, am Beispiel der Sportvereinszentren auf. Im dortigen Verbandsgebiet gibt es bereits 37 solcher Zentren, Tendenz steigend.

Dr. Jörg Wetterich und Wolfgang Schabert präsentierten in den beiden Workshops, welche Planungsinstrumente zum Einsatz kommen und welchen Beitrag das ikps im Rahmen kommunaler Sportentwicklungsprozesse leisten kann. Bürgermeister Andreas Metz (Ilvesheim) sowie Uwe Ziegenhagen, Geschäftsführer beim Badischen Hand-ballverband, rundeten die Veranstaltung mit praktischen Beispielen ab.

Quelle: Badischer Sportbund Nord e.V.